Studie: Ernährung bei Prostatakrebs

Ernährung bei Prostatakrebs – Ein Erfahrungsbericht für Betroffene und Angehörige

Im Rahmen einer Facharbeit von Florian Trautz, G.-Agricola-Gymnasium Chemnitz, wurde die folgende Studie erstellt.

Erfahrungen von Betroffenen:

Zehn Patienten wurden vor und während einer Hormontherapie untersucht. Untersuchungsmethode war die Bioelektrische Impedanzanalyse. Damit wird die Körperzusammensetzung exakt bestimmt. Es werden Angaben zu Wassergehalt, Muskelmasse und Fettanteil des Körpers gewonnen. Circa sechs Monate nach Therapiebeginn sank durchschnittlich die Muskelmasse um 1,7 kg und stieg der Fettanteil um 2,6 kg. Insgesamt berichten Betroffene von wenig Problemen unter der Hormontherapie. Die Gewichtszunahme empfanden die Patienten jedoch als störend.

Eine Änderung der Ernährung ist daher empfehlenswert. Einige Hinweise werden hier gegeben.

Ernährungshinweise:

Positiv wirken:

  • komplexe Kohlenhydrate: Vollkornprodukte, Reis, Nudeln
  • biologisch hochwertige Proteine: Fisch, Wild,Geflügel, Soja, Magerquark
  • ungesättigte Fettsäuren: pflanzliche Fette: Oliven-, Raps- und Leinöl; tierische Fette: Fischöl
  • Vitamine und Spurenelemente: Obst und Gemüse, Milch und Milchprodukte sowie Nüsse als Quellen
  • 2 bis 3 Liter Flüssigkeit pro Tag

Negativ wirken:

  • einfache Kohlenhydrate: helles Brot, Süßigkeiten
  • hoher Anteil an tierischen Fetten in Nahrungsmitteln: viele Wurstsorten, Fertiggerichte, Knabbereien
  • Belastung durch Schadstoffe wie Nikotin und Alkohol
  • viele „kleine Häppchen“ zwischen den Mahlzeiten

Werter Patient,

leiden Sie an einem Prostatakrebs, der mit einer Hormontherapie behandelt wird, bedeutet dies für Ihren Körper einen deutlich erniedrigten Testosteronspiegel. Das hat zur Folge, dass bestimmte Stoffwechselvorgänge anders ablaufen. Ihre Muskelmasse nimmt ab und Ihr Körperfettanteil erhöht sich. Dadurch steigt das Risiko, dass andere, zusätzliche Krankheiten entstehen.

Dies können Sie vermeiden.

Nutzen Sie die Erfahrungen anderer Patienten. Passen Sie Ernährung und Bewegung Ihrer neuen Stoffwechselsituation an.